Konzertreise nach Freiburg im Breisgau
Pfingsten 2016 war es wieder einmal soweit: Der MGV Sängerbund 1860 Heiligkreuzsteinach e.V. lud seine Sänger und Mitglieder zum regelmäßigen mehrtägigen Konzertreise ein. Wurde 2014 das wunderschöne Bamberg besucht, war dieses Mal das bezaubernde Freiburg im Breisgau das Ziel der Reise vom 13. Mai bis 16. Mai 2016.
Los ging es am Freitag, den 13. Mai 2016 um 06:30 Uhr mit dem Einladen der Koffer in den zweistöckigen Reisebus, welcher ca. 70 Personen Platz bot. Natürlich durfte vor der Abfahrt auch nicht das obligatorische Lied fehlen. „Das Morgenrot“ erklang und die Mitreisenden wurden bestens zur Ausflugsfahrt eingestimmt.
Pünktlich um 07:00 Uhr verließ man voller Vorfreude auf das Markgräfler Land Heiligkreuzsteinach. Das Frühstück mit Worscht, Weck, Wein und natürlich Kaffee nahmen wir auf einem Rastplatz ein. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an unsere Brigitte Pfahl, welche das Frühstück gesponsert hatte, was keine Selbstverständlichkeit ist.
Zur Mittagszeit erreichten wir das „Nägelehaus“ am Zollernsteig. Von hier sollten wir eigentlich die Burg Hohenzollern sehen. Dies war leider nicht möglich, was nicht am Wein vom Frühstück lag. Das sehr neblige und regnerische Wetter machte uns hier einen Strich durch die Rechnung.
Nachdem jeder sich bei einem deftigen Mittagessen gestärkt und aufgewärmt hatte, ging es Richtung Freiburg zu unserem gebuchten Hotel „Zum Schiff“.
Nachdem die Zimmer verteilt waren, lud uns der Eigentümer des Hotels zu einem Begrüßungstrunk in der hoteleigenen Weinkellerei und Brennerei ein. Wir erfuhren von Herrn Walter Frey, dass das Hotel bereits seit 1821 in Familienbesitz ist und dass er eine Genehmigung hat, pro Brennjahr 300 Liter Reinalkohol zu brennen; was bei einem Alkoholgehalt von ungefähr 40 % ca. 700 Liter Spirituosen entspricht. Die Sänger bedankten sich für diesen netten Empfang mit einigen Liedern.
Im Anschluss an das Abendessen im Hotel traf man sich zum gemütlichen Ausklang an der Bar, bei dem natürlich auch das eine oder andere Lied angestimmt wurde.
Am Samstag trafen sich die Sänger nach dem Frühstück, um nochmals die Lieder für den Beitrag im Freiburger Münster sowie zum Gottesdienst in Breisach anzusingen.
Nachdem wir mit dem Bus in die Innenstadt gefahren waren, wurden wir von zwei Reiseführerinnen empfangen.
Bei dieser Führung wurde einiges über die Freiburger Historie erzählt und die bis heute erhaltenen historischen Orte und Gebäude gezeigt. Im Freiburger Münster hatten die Sänger dann die Möglichkeit das Lied „Herr, deine Güte reicht so weit“ zu singen.
Anschließend konnte man die Zeit für eigene Erkundungen oder Einkäufe nutzen, bevor der Bus uns in das nahe Breisach brachte. Auch hier durften wir an einer Führung teilnehmen und erfuhren von der überaus interessanten Geschichte des Ortes sowie des Stephansmünsters.
Den Abendgottesdienst im Stephansmünster konnten wir mit den Liedbeiträgen „Herr, deine Güte reicht so weit“, „Dir singen wir“, „Tebe moem“, „Vater unser“ und „O Herr, welch‘ ein Morgen“ musikalisch umranden. An dieser Stelle möchten wir uns bei Pfarrer Werner Bauer bedanken, der uns die Teilnahme am Gottesdienst ermöglichte sowie bei unserem Vizechorleiter Jan Sonnberger.
Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir den Ferienhof Walter. Hier ließen wir bei einer Weinprobe und einem ausgiebigen Spargel-Büffet unter dem Motto: „Esst so viel Ihr wollt“ den Tag ausklingen.
Man hörte, dass mancher Mitreisende nach der Rückkehr im Hotel noch fleißig gesungen hat.
Am Sonntag stand nach dem Frühstück die Abfahrt zum 1.284 Meter hohen Schauinsland an. Mit einem Shuttle-Bus wurden wir an die Talstation der Schauinslandbahn gebracht, um zum Gipfel zu gelangen. Die Schauinslandbahn besitzt eine Streckenlänge von 3.600 Metern und legt hierbei von der Talstation (473 Meter über N.N.) 746 Höhenmeter zurück bis sie die Bergstation (1.220 Meter über N.N.) erreicht. Bemerkenswert ist außerdem, dass die Seilbahn zwischen den Stützen sechs und sieben die höchste Seilspannweite mit 734 Meter und den höchsten Bodenabstand mit 67 Metern aufweist.
Von der Bergstation ist es nur noch ein kurzer Fußweg zum Schauinslandgipfel (1.284 Meter über N.N.). Dort befindet sich ein Turm, von welchem man eine beeindruckende Sicht auf die umliegende Gegend hat – sofern es das Wetter zulässt.
Die Sänger ließen es sich natürlich nicht nehmen und sangen auf dem Turm und am Fuße der Plattform die Lieder „Das Morgenrot“ und „Das Tal in den Bergen“. Vielleicht war dies auch der Grund, dass sich der umliegende Nebel lichtete und einen Blick auf die wunderschöne Landschaft erlaubte.
Anschließend ging es in das nahegelegene Bergwerk. Wir erfuhren bei der Führung die Geschichte des Bergwerks. So wurde das Bergwerk zuerst zum Abbau von Silber und Blei genutzt, später kam auch noch Zink hinzu. Obwohl der Silberanteil im Silber-Blei-Erz nur bei einer Promille lag, reichte dies für einen profitablen Abbau aus und bescherte den Freiburger Bürgern Wohlstand, was erst den Bau des Freiburger Münsters erlaubte. Das Bergwerk besitzt eine Streckenlänge von ca. 100 Kilometern und eine Tiefe von 900 Metern (zum Vergleich: der Freiburger Münster ist 116 Meter hoch) und ist das größte Bergwerk des Schwarzwaldes und der Vogesen. Das Museums-Bergwerk befindet sich aber nur in den weiter oben gelegenen Etagen der insgesamt 22 Etagen. Natürlich war der Besuch in den Stollen des alten Bergwerks eine einzigartige Gelegenheit ein Lied zu schmettern, die man sich nicht entgehen lassen wollte.
Nach der Besichtigung des Bergwerks hieß unser Ziel: der Hansmeyerhof im beschaulichen Buchenbach. Nach einer ordentlichen Stärkung mit einem Schwarzwald-Vesper – an dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Förderverein, welcher das Vesper gesponsert hat – und den Liedern „Am Ufer“ und „Es klingt ein Lied“ wurde uns bei einer Führung durch den Hansmeyerhof das bäuerliche Leben von der Gründung des Hofes im Jahre 1620 bis in die Neuzeit aufgezeigt. Die drei Ehrenamtlichen konnten uns viel Wissenswertes erzählen.
Auch am letzten Abend traf man sich nach dem Abendessen im Hotel an der Bar und die unermüdlichen Sänger unterhielten mit ihren Beiträgen die Mitreisenden bis spät in die Nacht.
Montag, der 16. Mai 2016 war der Tag der Heimfahrt.
Nach dem Frühstück ging die Fahrt zur Hochkönigsburg (Château du Haut-Kœnigsbourg) im Elsass, um diese unter fachkundiger Führung zu besichtigen. Wir erfuhren, dass die Burg im Jahre 1147 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde und im Laufe ihrer Geschichte wechselnde Eigentümer, Zerstörungen und Wiederaufbauten hatte, was oftmals das Ergebnis Deutsch-Französischer Streitigkeiten war. Die letzte Restauration der Hochkönigsburg dauerte von 1900 - 1908 und war ein Projekt des deutschen Kaisers Wilhelm II. Die Restauration unter dem Architekten Bodo Ebhardt kostete für heutige Verhältnisse ungefähr 70 Millionen Euro.
Auf der letzten Etappe machten wir in Offenburg nochmals eine Einkehr, um uns für die letzten Kilometer zu stärken und gegen 19:30 Uhr kamen wir wieder wohlbehalten und mit vielen Eindrücken in Heiligkreuzsteinach an.
An dieser Stelle möchten wir noch ein herzliches Dankeschön an Andreas Blichmann, der die komplette Reise organisierte (Kompliment für die gelungene Organisation), an Jan Sonnberger für die musikalische Leitung während des Ausfluges und unserer Brigitte Pfahl, die das Frühstück am Freitag spendierte, aussprechen.
Dieser Ausflug wird allen bestimmt noch lange in bester Erinnerung bleiben und mancher freut sich bestimmt schon auf den nächsten Ausflug vom MGV Sängerbund 1860 Heiligkreuzsteinach e.V.
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